Wer wir sind

Die Queer Football Fanclubs stellen sich vor: wer oder was ist QFF überhaupt, was sind die Ziele und wie präsentieren sich die QFF in der Öffentlichkeit? Diese Fragen und mehr werden hier beantwortet. Sollten Sie noch Fragen haben, möchten Sie das eine oder andere Thema vertiefen oder haben Sie Interesse an einer Mitgliedschaft? Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf, per E-Mail an info(at)queerfootballfanclubs(dot)org oder über unser Kontaktformular.

QFF - Queer Football Fanclubs

Queer Football Fanclubs (kurz: QFF) ist ein Netzwerk europäischer schwul-lesbischer Fußball Fanclubs, die zur Fußball Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanclubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet wurde. Es werden jährlich zwei Konferenzen abgehalten. Die Vereinigung arbeitet unter anderem mit dem Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF), der Football Against Racism in Europe (FARE), Football Supporters Europe (FSE), der European Gay & Lesbian Federation und dem Deutschen Fußball Bund (DFB) zusammen oder ist Mitglied bei ihnen.

In den folgenden Jahren kamen immer mehr Fanclubs hinzu, die sich zu den Zielen des Netzwerkes bekennen. Zurzeit setzt sich QFF aus 24 deutschen, drei schweizer und einem niederländischen Fußball Fanclubs zusammen. Seit 2013 ist es QFF gemäß Satzung erlaubt auch Anti-Diskriminierungs-Organisationen mit Schwerpunktarbeit Anti-Homophobie als Mitglied aufzunehmen. Als erstes wurde die Fan-Initiative "Fußballfans gegen Homophobie" Mitglied. Um die internationale Vernetzung voranzutreiben, wurde in 2014 auch FARE Mitglied bei der inzwischen größten LGBT-Organisation im Fußball. QFF spricht mittlerweile für ca. 1.200 Mitglieder. Hier finden Sie eine Auflistung der aktuell angeschlossenen Mitgliedsorganisationen.

Was wir wollen

Für die Queer Football Fanclubs steht die Toleranz für gesellschaftliche Minderheiten im Fußball an oberster Stelle. Die QFF wenden sich gegen jegliche Diskriminierung, insbesondere aufgrund der sexuellen Orientierung. Es ist den QFF ein besonderes Anliegen, weitere Gründungen schwul-lesbischer Fanclubs zu fördern und diese bei der Integration in die jeweilige Fanszene zu unterstützen. Dies geschieht in einem vereinsübergreifenden Miteinander aller Mitglieder. Im Weiteren stehen die QFF zusammen für einen Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Mitgliedsfanclubs und die Planung, Koordination und Durchführung von gemeinsamen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

Öffentliche Wirkung

Die Queer Football Fanclubs sorgten erstmals für medienwirksames Aufsehen, als sie mit einem vom Deutschen Fußball Bund (DFB) finanzierten LKW an der Parade des CSDs 2008 in Köln teilnahmen. Seitdem präsentiert sich QFF jedes Jahr auf verschiedenen CSDs oder Pride Events.

Queer Football Fanclubs plant und organisiert zusammen mit der European Gay & Lesbian Sport Federation regelmäßig stattfindende Aktionsabende gegen Homophobie im Profifußball. Bei diesen Veranstaltungen werden Vereine aufgerufen, die Leipziger Erklärung zu unterzeichnen. An diesen Aktionsabenden haben bereits hohe Fußballfunktionäre wie z. B. Erwin Staudt (ehemaliger Präsident des VfB Stuttgart), Christian Müller (ehemaliger Geschäftsführer Deutsche Fußball Liga), Ex-Fußballprofi Yves Eigenrauch und Dr. Theo Zwanziger (Ex-Präsident des Deutschen Fußball Bundes) teilgenommen.

Im März 2011 traten die Queer Football Fanclubs öffentlich in Erscheinung. Sie äußerten sich kritisch zu Aussagen von DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der eine Folge des ARD-"Tatort" zum Thema "Homophobie im Fußball" prekär kommentierte. Zuvor hatte der Verbund bereits im Februar 2011 eine Resolution an die FIFA übersendet und die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an Katar - einem Land, in dem Homophobie durch das Strafgesetzbuch unterstützt wird und Homosexualität unter Strafe steht - scharf kritisiert.

Seit 2011 sitzt QFF gemeinsam mit anderen engagierten Vertretern am Runden Tisch der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und versucht Aktionen gegen Homophobie zu koordinieren. Da die Queer Football Fanclubs jedoch keine einseitig ausgerichtete Fan-Organisation sind, beschäftigen sie sich natürlich auch mit Fußball-relevanten Themen wie Stadionverboten, Legalisierung von Pyrotechnik oder Ticket-Preisgestaltung. Sie sind Mitglied bei Football Supporters Europe und FARE. Seit 2012 hat QFF einen ständigen Sitz in der AG Fanbelange, in der beim DFB Fanorganisationen mit Fußballverbänden fanrelevante Themen erörtern.